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Johann Baptist Schraudolph, der erste Oberstdorfer Bergführer

1826 in Einödsbach geboren trieb es ihn schon als Kind auf die Berggipfel. Mit zehn Jahren kletterte er erstmals auf die Mädelegabel, weil dort eine Landvermesserstange seine Neugier geweckt hatte. In einem vom Bürgermeister ausgestellten Bergführerbuch wurden später insgesamt 416 Mädelegabelführungen dokumentiert. Weitere Gipfel, auf die er Oberstdorfer Gäste brachte, waren die Trettach, das Hohe Licht, der Linkerskopf, der Biberkopf, die Hochfrottspitze und die Höfats.

Seine wandernden und Berg steigenden Kunden stellten ihm beste Bewertungen aus: "Aus Erfahrungen und infolge von Vergleichen kann ich bestätigen, dass Schraudolph der erfahrenste und zuverlässigste Führer der hiesigen Alpengruppe ist."

Als Schraudolph mit Spitznamen "Bappischt" im März 1908 im Alter von 82 Jahren in Einödsbach im Sterben lag, versank Oberstdorf gerade im Schnee. Der Priester Alois Eß, der zum letzten Gebet mit Schraudolph nach Einödsbach eilte, brauchte zwei Schlitten übereinander, um durch den hohen Schnee zu kommen.

Aus: Geschichte des Marktes Oberstdorf von Heinrich Bernhard Zirkel und Werner Grundmann, Teil 4, 1976.

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